Klicktipp-Review

Okt 18, 2017 | 3 Kommentare

E-Mail-Marketing

Eines der wichtigsten Werkzeuge, mit denen sich online Geld verdienen lässt, ist das E-Mail-Marketing. Mit dem E-Mail-Marketing ist es sogar möglich, auf Knopfdruck tausende, zehntausende und sogar hunderttausende Euro zu generieren.

Grundvoraussetzung hierfür ist, dass man einen guten E-Mail-Service-Provider oder kurz „ESP“ nutzt, der sich um die Zustellung der Mails beim Kunden kümmert und diese auch zuverlässig durchführt.

Der wohl bekannteste Anbieter in Deutschland ist Klick-tipp, und wenn Du nun wissen möchtest, ob sich dieser Dienst gegen seine internationale Konkurrenz behaupten kann, oder ob Du vielleicht eher auf einen amerikanischen Dienst setzen solltest, dann bist Du hier genau richtig!

Worum geht es bei diesem Dienst überhaupt?

Klick-tipp wurde von dem bekannten Marketer Wolosz entwickelt und ist der größte deutsche Anbieter für E-Mail-Marketing. Nahezu jeder, der sich schon einmal mit dem Thema auseinandergesetzt hat, ist früher oder später auf den Namen Klick-tipp gestoßen.

Stell Dir vor, Du hast 1000 Menschen, die an dir und deinen Produkten interessiert sind. Du könntest diese Menschen infolge deiner Kampagnen zwar manuell anschreiben, würdest dann jedoch mit Sicherheit keine Zeit mehr haben, um andere wichtige Aufgaben durchzuführen.

Daher gibt es ESPs, also auch Klick-tipp. Klick-tipp ist ein Autoresponder. Mit Klick-tipp lassen sich nämlich vordefinierte Emails automatisiert an jeden Kunden aus der Contactcloud ausliefern. So ist der Aufwand von der Menge an Kunden entkoppelt und das wiederrum ist die notwendige Basis der Skalierung bzw. Automatisierung.

Warum sollte man nun also Klicktipp nutzen? Was zeichnet den Dienst aus?

Der wohl größte wahrgenommene USP von Klick-tipp ist das Tagging und die Anbindung zu Digistore.

Während ersteres mittlerweile von vielen günstigeren Diensten kopiert wird, ist die Anbindung zu Digistore24 nach wie vor ein exotisches Feature, was sicherlich daran liegt, dass es sich um deutsche Zahlungsanbieter handelt, wohingegen die meisten ESPs amerikanische Anbieter sind, die vermutlich noch nie etwas von diesen Firmen gehört haben. Alleine dieser Umstand macht Klick-tipp fast unverzichtbar, sofern man nicht auf Komplett-Systeme wie clickfunnels umsteigen möchte.

Welche Möglichkeiten habe ich mit Klicktipp?

Klick-tipp ist ein ESP, der durch die großflächige Anbindung an andere deutsche Service-Anbieter punkten kann. Es ist zum Beispiel möglich, Digistore24, Digimember und Klick-tipp so zu kombinieren, dass ein Besucher nach dem Kauf eines Produktes auf Digistore24 automatisch seine Zugangsdaten zum Digimember-Kurs erhält und dieser dann auch noch in der eigenen Mail-Liste von Klick-tipp hinterlegt wird.

Besonders cool:
Die Tagging-Möglichkeiten, die Klicktipp anbietet

Durch das Tagging kann man den Kunden, die in der Contactcloud gespeichert sind, individuelle Tags zuweisen, die deren Interessen wiederspiegeln. Dadurch ist es möglich, einen Kundenavatar innerhalb von Klick-tipp zu erstellen und die Mails so zu steuern, dass ein Kunde nur die Emails erhält, die seinen Interessen entsprechen. Kombiniert man diese Möglichkeit zusätzlich mit dem Autotagging, können ergänzende Produkte, also sogenannte Upsells, direkt nach einem Kauf per Mail angeboten werden. Wer den vorangegangenen Kauf nicht getätigt hat, erhält diese Mails nicht. Dass dadurch die Kaufraten explodieren, brauche ich euch bestimmt nicht zu erklären.

Natürlich kann man mit Klick-tipp auch klassisches Aktionsmarketing betreiben. D.h. man verschickt beispielsweise zu Ostern eine Mail an alle Kontakte, die das Produkt noch nicht gekauft haben. Hierbei gibt es jedoch eine Sache zu bemängeln, denn das tagbasierte, direkte Versenden der Mails steht erst ab der Enterprise-Version zur Verfügung.
Es gibt zwar Workarounds, aber wirklich glücklich haben die uns nicht gemacht.

Was einem in Klick-tipp generell sehr viel Ausdauer abverlangt, sind die starken Beschränkungen, die man jenseits der optimierten Version hat. So können nur maximal 5 Digistore-Produkte angelegt werden. Bei 10 Kampagnen ist Schluss und der Double-Optin-Prozess ist zwingend aktiviert. Erst mit dem Upgrade auf die Enterprise-Version wird man souveräner und erhält Zugriff auf die wahre Power des Dienstes. Die Bedienung von Klicktipp geht dabei extrem gut von der Hand. Die Oberfläche ist intuitiv und das Bauen der Kampagnen macht nach einer sehr kurzen Eingewöhnungsphase extrem viel Spaß.

Besonders gut hat uns die integrierte Möglichkeit gefallen, umfangreiche Splittestings durchzuführen. Dabei kann man sowohl auf Mail-Daten, d.h. zum Beispiel Öffnungs- und Klick-Raten, als auch auf Tags, also „Gekauft“ oder „Nicht gekauft“, optimieren.
Diese Features kann man dann in einzelnen Mails oder in komplexen Kampagnen einsetzen. Wirklich sehr cool und dank der intuitiven Oberfläche in nur wenigen Minuten umgesetzt.

Dennoch gibt es viele Stolpersteine, die, wenn sie unbemerkt bleiben, richtig Geld kosten können. So ist die Transparenz bei dem Mail-Versand nach kurzer Zeit so schlecht, dass die im Marketing-Cockpit angezeigten Zahlen nicht länger zu gebrauchen sind. Abhilfe soll hier zwar das Klicktipp-Analytics schaffen, aber die Bedienung ist mehr als umständlich und so ziehen für ein einfaches Reporting schnell viele Stunden ins Land.

Der Support von Klick-tipp könnte ebenfalls schneller reagieren. Subjektiv betrachtet, hat man als Enterprise-Kunde auch das Gefühl, dass in der Entwicklungsabteilung lediglich 2 Menschen arbeiten. Dadurch scheinen knallharte Prioritäten durch den E-Mail-Service-Dienst gesetzt zu werden, die dazu führen, dass nur die Anliegen gelöst werden, die zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen würden. So wurde auch nach Monaten ein von uns gemeldeter Bug nicht gelöst, der einfacher kaum zu beheben wäre. In Klicktipp-Analytics wurden nämlich die Namen für die Werte „Mail geöffnet“ mit „Mail geklickt“ vertauscht, was zu ratlosen Gesichtern führt, wenn man sich dieser Tatsache nicht bewusst ist. Das ist natürlich kein Beinbruch, aber für das Team von Klick-tipp auch kein Aushängeschild.

Leider sind die Fehler nicht immer so unbedeutend, daher hier nun unsere Top 3 Badass-Erfahrungen mit Klicktipp:

Unsere Top 3 Badass-Erfahrungen

1. Wartebaustein als Schwarzes Loch

Im Mai 2017 haben wir unseren Mail-Verteiler umgestellt. Im Zuge dieser Umstellung haben wir einen Warte-Baustein von 2 Tagen auf 7 Tage gesetzt. Anschließend haben wir unser Budget erhöht und innerhalb von 7 Tagen knapp 1000 Leads generiert. Dumm nur, dass diese Leads an dem Warte-Baustein hängengeblieben sind. Es ging einfach nicht weiter und man konnte auch nichts dagegen tun. Von Klick-tipp bestätigt, blieb uns dieser Bug in dunkler Erinnerung, da er uns bei einem Leadpreis von knapp 3 Euro ordentlich Geld gekostet hat.

2. Zwanghaft geBRANDmarkt

Bevor wir damals von Deluxe auf die Enterprise-Version umgestellt wurden, nutzten wir Klicktipp in verschiedenen Businesses. Durch das tolle „Senden als…“-Feature kann man jede beliebige Mail-Adresse für den Versand verwenden. Bedauerlich ist nur, dass damit nach der Enterprise-Umstellung Schluss ist, denn dann erfolgt der Versand von einer festgelegten Domain. Leider wird man nicht unbedingt über diese Tatsache aufgeklärt. Man kann zwar immer noch die Absender-Adresse einstellen, aber dennoch steht immer die Hauptdomain bei der Absender-Adresse dabei. Für uns war das ein Schock, da sich plötzlich mehrere Businesses vermischten und erst durch eine „Beinahe-Eskalation“ konnten wir das Problem mithilfe eines Kompromisses lösen.

3. Russisches Roulette (Benutzerdefiniertes Feld „Affiliate-Marketing“ leer)

Im Juli 2017 zogen wir mit unserem eigenen Affiliate-Programm in die Beta-Phase. In dieser Phase konnten uns unsere Affiliate-Partner Kontakte in den Funnel schicken. Dabei wurde der Kontakt mit der Affiliate-ID unseres Partners verknüpft, sodass die Käufe später dem direkten Affiliate zugewiesen werden konnten. Leider kostete uns die Beta-Phase viele Nerven, denn nachdem eine einmalige Prüfung des Feldes dazu führte, dass die Links teilweise ungültig wurden, waren wir gezwungen, diese Prüfung in jeder einzelnen Kampagne neu durchzuführen. Der Kontakt bekommt davon zwar nichts mit, doch für den Marketer ist dies stellenweise mit großem Extra-Aufwand verbunden.

Übersicht der positiven und negativen Fakten über Klicktipp

Positiv ist:

  • Das Tagging
  • Die API-Anbindung an die wichtigsten deutschen Software-Lösungen
  • Die Bedienung ist meist intuitiv
  • Es ist ein deutscher Provider mit deutschem Support
  • Es gibt viele integrierte Marketing-Tools, wie Splittests, Social-Proof-Counter, Countdowns etc.

Negativ dagegen ist:

  • Vor dem Upgrade auf die Enterprise-Version ist man stark eingeschränkt
  • Der Dienst ist nicht immer zuverlässig
  • Der Support ist zu langsam
  • Der Dienst ist gerade am Anfang vergleichsweise kostenintensiv
  • Das Reporting könnte besser sein

Ja, das war es dann auch schon zum Provider Klick-tipp. Alles in allem ist der Dienst gut. Er vereint viele Features und Möglichkeiten der teureren Dienste mit den Preistendenzen der günstigeren Dienste und sichert sich so einen Platz im soliden Mittelfeld. Daher bewerten wir den Provider mit 7 von 10 Ranking-Coins.

In diesem Sinne bedanke ich mich bei Euch fürs Lesen. Wenn Euch der Artikel gefallen hat, dann gebt dem Blog jetzt einen Daumen nach oben, und wenn Ihr gerne mehr solcher Blog-Artikel sehen möchtet, dann schaut öfter einmal bei uns vorbei. Ansonsten wünsche ich Euch jetzt noch viel Spaß und alles Gute.

Euer Marc

Video: Überblick über Klicktipp

3 Kommentare

  1. Initiative Zukunft

    Hi Marc ich will Dir mal ganz herzlich Danke sagen.
    Ohne Deine kompetente Hilfe hätte ich es niemals geschafft passives Einkommen zu erwirtschaften.
    Danke

    Antworten
    • Marc

      Vielen Dank für das Lob 🙂

      Antworten
  2. GEORGE

    Hallo ein wirklich ausführlicher Artikel. Tolle Beispiele und gute informative Webseite.

    Antworten

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